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    Weberkirche

    Die Dreifaltigkeitskirche, vom Volksmund in "Weberkirche" umbenannt, wurde von 1488 bis 1500 erbaut. Zur Bauzeit lag sie außerhalb der Stadtmauer und war mit den Wehranlgen des Webertores verbunden. Der sehr massive Außenbau mit kräftigen, getreppten Strebepfeilern, die bastionsartige Wölbung der Westfront und das hohe Satteldach mit dem spitzen Dachreitertürmchen geben der Kirche ein wehrhaftes Aussehen.
    Nach starken Beschädigungen und häufigerer Zweckent- fremdung im Dreißigjährigen Krieg wurde nach erfolgter Rekonstruktion im Jahre 1659 der zierliche Dachreiter aufgesetzt. In ihm hängt die ursprüngliche Bronzeglocke von 1493, die älteste der Stadt. Die Weberkirche erfuhr im Wandel der Zeiten zahllose Veränderungen und Umbauten. Bei der letzten größeren Renovierung 1889, wurden die Nord- und Südeingänge vermauert und das heutige Hauptportal geschaffen. Die zweite Empore wurde entfernt und eine gerade Holzdecke eingezogen. Auch große Teile der Buntglasfenster stammen aus dieser Zeit.
    Die Weberkirche, ein einschiffiger Saalbau, zeichnet sich durch strenge Schönheit und schlichte Formgebung aus. Auf diese Ursprünglichkeit wurde bei der Innenrenovierung 1984 besonders geachtet. 1983 wurden durch Bergsteiger Turmkugel und Wetterfahne erneuert. An den südlichen und östlichen Außenwänden sind Sühnekreuze eingemauert, um die sich folgende Sage rankt: Ein Lehrling wettete mit seinem Baumeister, dass er seine Pfeiler schneller fertig habe. Und so geschah es auch. Daraufhin erstach der Meister den Lehrling aus gekränktem Stolz. Der Meister wurde zum Tode verurteilt und durch das Schwert hingerichtet. Seitdem heißen die beiden Strebepfeiler an der Weberkirche auch die "Wettpfeiler".


    Baugeschehen

    Seit Mai 2010 wurden das Dach und der Dachstuhl, welcher von Schwamm befallen war, erneuert. Dafür flossen EFRE-Mittel (Europäische Fonds für regionale Entwicklung), Mittel der Landeskirche und Eigenmittel der Kirchgemeinde.
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