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    Frauenkirche

    Die erste urkundlich Erwähnung der Kirche "Zu Unserer lieben Frauen", volkstümlich genannt "Frauenkirche" war 1355, jedoch erlauben der Baustil, der von der ursprünglich größeren Kirche bis heute erhaltenen Pfeilern sowie ihre Lage vor der Stadt, Rückschlüsse auf ein Alter, das von allen anderen Bauwerken der Stadt Zittau nicht erreicht wird.
    Die Frauenkirche besaß anfangs die typische Gestalt einer romanischen Basilika. Sie wurde 1473 durch einen Brand zum großen Teil zerstört

    Kaum war der Wiederaufbau begonnen worden, schlug 1474 der Blitz in den Turm und nochmals 1528 in das Kirchendach. 1531 ließ der Rat der Stadt Geschütze gießen, wozu man die Frauenkirche als Gießhaus benutzte und sogar eine Glocke dieser Kirche dazu nahm. Am 20. August 1535 zündete erneut ein Blitz die Kirche an, wobei sie völlig ausbrannte und als Ruine stehen blieb. Seit der Vollendung des Wiederaufbaus 1572 wurden in der Kirche die Leichenpredigten bei den Begäbnissen gehalten..

    Der bei einem starken Sturm 1612 herabgeworfene Dachreiter ist 1614 wieder aufgerichtet worden und erhielt die 1613 von George Wildt gegossene Glocke, die heute noch im Turm hängt. 1619 erfolgte eine umfassende Renovation der Kirche, wobei diese den noch jetzt vorhandenen Altar erhielt, der als wertvollsten Bestandteil eine Marienfigur aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts, die einem ehemaligen Marien-Altar aus der Johanniskirche entnommen ist, enthält. Anstelle des bisher benutzten Harmoniums erhielt die Kirche 1928 eine moderne Orgel mit 12 Registern von der Zittauer Orgelbaufirma Schuster & Sohn. Eine Bankstrahler-Infrarotheizung wurde 1993 eingebaut.

    In der Frauenkirche werden bis heute Bestattungsfeiern gehalten (siehe dazu auch Frauenfriedhof) und in der Osternacht wird sie als Gottesdienstraum genutzt.
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